Grundchule / Grundtechniken :

Der erste Schritt zum Erlernen von Takewondo ähnelt dem Üben einer Sprache. Man benötigt Vokabeln und Grammatik, mit denen man sich verständigen kann. Diese Elemente einer Sprache entsprechen den Techniken im Taekwondo. Hierbei gibt es drei große Bereiche:

  1. Handtechniken
  2. Fußtechniken
  3. Fußstellungen

Das Einüben dieser drei Bereiche gewährleistet ein stabiles Fundament, auf dem man alle anderen Disziplinen aufbauen kann. Hierbei wird vor Allem auf die korrekte Ausführung auf beiden Körperseiten, die Geschwindigkeit und Genauigkeit der Techniken geachtet.
Zusammengfasst gewähren die Grundtechniken einen erfolgreichen Einstieg in Taekowndo.

 

Formenlauf / Poomsae :

Formenlauf könnte man als den ästhetischen Part des Taekwondo bezeichnen. Hierbei geht es darum, in einer bestimmten Reihenfolge Angriffs- und Verteidigungstechniken vorzuführen. Die Perfektion der Ausführung ist dabei das Wichtigste. Die zu laufenden Formen (und ihre Bedeutungen) für Schülergrade (unter Schwarzgurt) lauten wie folgt:

  1. Taegeuk il-Jang repräsentiert den Himmel und das Yang. Somit steht diese Form für den Anfang allen Seins.
  2. Taegeuk ih-Jang steht für innerer Stärke und äußerer Gelassenheit.
  3. Taegeuk sam-Jang stellt das Feuer dar. Heiß und leuchtend soll es als Symbol für Gerechtigkeit und Leidenschaft stehen.
  4. Taegeuk sa-Jang verkörpert den Donner; mächtig und würdevoll.
  5. Taegeuk oh-Jang mit seinen schnellen Techniken symbolisiert den Wind, welcher in Korea sowohl als unberechenbarer Sturm, als auch als sanfte Brise angesehen wird
  6. Taegeuk yuk-Jang verdeutlicht mit seine Techniken den kontinuierliche Fluss des Wassers: sanft und doch unaufhaltsam.
  7. Taegeuk chil-Jang steht für die Kraft eines Berges und dessen Standfestigkeit.
  8. Taegeuk pal-Jang als letzte Schülerform repräsentiert die Wurzeln eines Baumes, diese stehen sowohl für den Beginn, als auch für das Ende.

 

Wettkampf / Freikampf :

Dieser Teil des Taekwondo ist seit den olympischen Spielen von Sydney im Jahre 2000 eine olympische Disziplin. Im Wettkampf versucht man mittels gezielten und kraftvollen Tritten auf eine mit Sensoren ausgestattet Weste Punkte zu erzielen.
Der Fokus dieser Disziplin liegt auf Taktik und Geschwindigkeit. Hier kann man sehr gut erkennen, dass im Taekwondo nicht rohe Gewalt zum Erfolg führt, sondern Besonnenheit und Geduld.
Auch unterliegt dieser Part des Taekwondo einem Regelwerk. So sind Tritte, die unterhalb der Gürtellinie angesetzt sind und Faußtschläge, die ins Gesicht gehen generell nicht erlaubt und werden als unsportliches Verhalten geahndet.

 

Bruchtest :

Der Bruchtest stellt enorme physische und psyschiche Anforderungen an die Sportler. Es handelt sich hierbei um das Zertrümmern von Holzbrettern, Ziegelsteinen, Betonplatten und Ähnlichem mit den Händen oder den Füßen. Allein das Zerstören des Objekts genügt hierbei nicht, eine korrekte Ausführung der Technik ist außerdem wichtig und symbolisiert erneut den Unterschied zwischen roher Gewalt und Körperbeherrschung.
Allgemein kann jeder einen Bruchtest bereits nach kurzer Zeit durchführen.

 

Selbstverteidigung :

Ein weiteres Kernelement des Taekwondo stellt die Selbstverteidigung oder das Beschützen anderer Personen dar. Die Struktur der Selbstverteidigung ist vielfältig und reicht von Gewaltprävention bis hin zur Kampfunfähigkeit des Aggressors. 
Interessant ist hierbei, dass der Grad der Gewalt gegenüber dem Angreifer mit wachsender Erfahrung abnimmt. So verteidigt sich ein Anfänger pragmatisch und einfach, wohingegen ein Meister (Schwarzgurt) alle Angriffe von sich ablenken und den Angreifer kampfunfähig machen kann, ohne ihn dabei zu verletzen.